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| Berliner Morgenpost |
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| Der japanische Verlobte |
Ich habe gerade „Der japanische Verlobte“ von Amélie Nothomb gelesen. Die belgische Autorin ist hierzulande eher ein Geheimtipp, in Frankreich steht sie auf den Bestsellerlisten. Ihr Roman ist autobiographisch gefärbt, bleibt aber distanziert-ironisch im Ton. Nothomb erzählt von der lebhaften, selbstbewussten Amélie, ein Mädchen Anfang zwanzig, die nach Japan geht, um dort zu arbeiten. Dabei lernt sie einen jungen Japaner kennen, dem sie Französischunterricht erteilen soll. Die beiden werden schnell ein Paar und verloben sich. Ihre Liebesgeschichte ist in keinster Weise kitschig. Er zeigt ihr das Land und infolgedessen kommt es zu typischen, teils drastischen kulturellen Missverständnissen. Obwohl die Autorin dabei scharf urteilt und subjektiv schreibt, drückt sie dem Leser niemals ihre Meinung auf, sondern lässt jedem seinen Raum. Das ist das Faszinierende an dem Roman.
Amélie Nothomb; Der japanische Verlobte; ISBN-13: 9783257067460; 18,90 Euro


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